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Gutes Benehmen - Die Trauung
(03.04.2005) zurück
Hochzeitsfotograf Manfred Eibl
Hochzeitsfotograf mit zufriedenem Hochzeitspaar
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Hochzeitsfotograf aus Graz
Hochzeitsfotograf
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Hochzeitsfotografie in einer ausgefallenen Location
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Hochzeitsfotograf
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Standesamt & Kirche

STANDESAMT
Eingeladen wird in den meisten Fällen nur in die Kirche. Am Standesamt werden die Brautleute, die Trauzeugen, die Eltern und eventuell die engsten Freunde anwesend sein. Nach dem Standesamt begnügt man sich mit einer Feier in diesem kleinen Kreis. Ist keine kirchliche Trauung geplant, kann dieser Kreis etwas größer sein, und man wird bereits im Anschluss an die amtliche Zeremonie die gesellschaftlichen Feierlichkeiten ansetzen.

KIRCHE

Kleidung & Brautbukett
Findet aber eine kirchliche Trauung statt, so gilt folgendes:
Zum großen Fest wird die Braut ein langes weißes Brautkleid ohne Dekolleté mit langen Ärmeln, eventuell Schleppe und Schleier tragen. Später kann dieses Kleid in ein Ballkleid umgearbeitet und sogar umgefärbt werden. Ist die Braut eine nicht mehr ganz so junge Dame, wird sie ein elegantes Kleid mit Hut und Handschuhen vorziehen. Zum Standesamt erscheint man nicht so festlich, sondern nur in einem elegant-schlichten Kostüm, eventuell mit Hut und Handschuhen. Die passende Handtasche ist hier angebracht, im Gegensatz zur kirchlichen Trauung, wo nur ein winziges Täschchen möglich ist.
Zum „Outfit“ der Braut gehört noch das Brautbukett, das ihr traditionellerweise der Bräutigam vor der Hochzeit in der Wohnung der Brauteltern überreicht. Außerdem kann sie auch einen Myrtenkranz oder ein Brautkrönchen tragen.
Handelt es sich um eine sehr feierliche Hochzeit, so erscheint der Bräutigam im Cutaway, dem „Cut“, jenem abgerundet geschnittenen Rock mit Schößen, zu dem man dunkelgrau gestreifte Hosen trägt. Nicht zu verwechseln mit dem Stresemann, der sich durch den Schnitt des schwarzen kurzen Sakkos unterscheidet. Zum Cut trägt man vorschriftsgemäß einen Zylinder (nicht zusammenfaltbar, wie beim Frack), aber wer nimmt es schon so streng? Diese Kopfbedeckung fehlt heute meist genauso wie der ebenfalls passende Homburg.
Will man es nicht ganz so formell, wählt man einen festlichen dunklen Anzug mit silbergrauer Krawatte. Mascherl, Fliege, Schmetterlingsbinder und was es da noch so alles gibt, passen nicht zu diesem Anlass.
Der Frack wird bei einer Hochzeit wohl kaum zu finden sein, es sein denn, sie findet nach 17.00 Uhr statt. Ein Smoking ist bei einer Trauung nicht angebracht, weder in Weiß noch in Schwarz! Zum Hochzeitsessen am Abend darf er getragen werden, wenn auf der Einladung „Smoking“, „Dinner-Jacket“ oder „black tie“ vermerkt ist (“white tie“ bedeutet Frack).
Der Bräutigam darf sich auch mit Blumen schmücken und steckt sich daher einen kleinen Myrtenstrauß auf das Revers. Die anderen Herren tragen eine weiße Nelke im Knopfloch, die Damen wählen ein zum Kleid passendes Rosensträußchen.
Für die Gäste gilt, was die richtige Bekleidung betrifft, eine Grundregel: Nie festlicher als das Brautpaar! Tragen alle Herren Cut, so erscheint die Damenwelt in eleganten, hochgeschlossenen und langärmeligen Nachmittagskleidern mit Hut und Handschuhen. Am Nachmittag oder Abend können es auch lange Kleider sein. Tragen die Herren abends Frack, sind lange Kleider bei den Damen selbstverständlich. Sehr beliebt sind Trachtenhochzeiten in allen Gegenden, wo Trachten gerne getragen werden.
Hochzeiten haben einen symbolhaften Charakter, daher vermeidet man Perlen, die Tränen bedeuten sollen, als Schmuck.

Hochzeitszug
Soweit ausgestattet, kann’s nun losgehen.
Auf dem Land beginnen die Feierlichkeiten mit einem Hochzeitszug vom Haus der Braut weg. Das sich das in einer Großstadt schlecht durchführen lässt, wird man wohl eher mit dem Auto vorfahren, sich vor der Kirche treffen und dort formieren. Den Anfang macht der Bräutigam mit seiner Mutter, das Ende bildet die Braut mit ihrem Vater. Das sieht so aus

Bräutigam
Mutter des Bräutigams
Vater des Bräutigams

Mutter der Braut
männliche Verwandte

weibliche Verwandte
Brautführer (Kranzlherr)

Brautjungfern (Kranzldamen)
Vater der Braut

Braut

Einer praktischen Überlegung folgend ist der Zug manchmal in derselben Reihenfolge geordnet, jedoch seitenverkehrt. Also alle Herren rechts, die Damen links. Sollten Elternteile aus irgendwelchen Gründen nicht an der Trauung teilnehmen, so können ihre Plätze von rangnächsten Familienmitgliedern eingenommen werden. Im Hochzeitszug geht normalerweise weiter vorne, wer näher verwandt ist. Die Braut und der Brautvater folgen mit einem kleinen Abstand.

Ringe
Zu diesem Zeitpunkt haben die Trauzeugen dem Pfarrer in der Kirche schon das Eintreffen des Hochzeitszuges gemeldet und ihm auch die Ringem (Trauringe bzw. Eheringe) der beiden Brautleute übergeben. Diese werden später auf die Ringfinger der beiden gesteckt. Ob der Ring vom Partner an den linken oder rechten Ringfinger gesteckt wird, bleibt dem Geschmack des einzelnen überlassen. Ein Kriterium könnte sein, jene Hand zu wählen, die normalerweise weniger benutzt wird (bei Rechtshändern die linke).
Das Einsetzen des Orgelspieles signalisiert, dass der Hochzeitszug in die Kirche einmarschiert. Nun erheben sich die Gäste, die in der Kirche gewartet haben, und beobachten, wie die Mutter den Bräutigam vor dem Altar verlässt, der sich dort rechts oder links mit dem Rücken zu diesem aufstellt und die Braut erwartet. Die nachfolgenden Teilnehmer am Hochzeitszug gruppieren sich in den Sitzreihen so, dass alle Herren auf der Seite des Bräutigams und alle Damen auf der Seite der Braut sitzen. Das entspricht auch der Einmarschstrategie. Als letztes Paar kommt dann der Brautvater mit der Braut, die er dem am Altar wartenden Bräutigam zuführt. Den Rest des Zeremoniells regelt die Kirche mit ihren eigenen Riten.

Trauzeugen
Die Trauzeugen stehen in Reichweite schräg links und rechts hinter dem Hochzeitspaar, schließlich müssen sie ja noch „arbeiten“. Wenn alles vorbei ist, schreitet das junge Paar nun als erstes hinaus – nur blumenstreuende Kinder gehen ihnen voraus -, gefolgt von den Kranzlherren und Brautjungfern, dem Brautvater mit der Mutter des Bräutigams, dem Vater des Bräutigams mit der Mutter der Braut und allen übrigen Paaren in derselben Reihenfolge wie beim Einmarsch, nur gehen jetzt die Herren in jedem Fall links von den Damen.

Glückwünsche
Vor der Kirche nimmt das junge Paar die Glückwünsche entgegen. Zuerst gratuliert man der Braut, dann dem Ehemann. Hier können auch Blumen und kleinere Geschenke übergeben werden. Klugerweise versieht man seine Gabe mit einer Visitenkarte, um eine spätere Identifikation zu ermöglichen. Man kann nämlich nicht erwarten, dass die beiden gleich hier und im Stehen alle Geschenke öffnen und sich dafür ausführlich bedanken. Das werden sie sicherlich gerne nach ihrer Hochzeitsreise erledigen.

Geschenke
Zu den Blumen und Geschenken noch ein kleines Wort. Gehört man nicht zu den Gästen, die bei Polterabend oder Hochzeitsempfang Gelegenheit zur Überreichung derselben hatten, so schickt man die Gaben am besten an das Haus der Brauteltern. Sonst muss die Braut für den Abtransport der Blumen und Geschenke Sorge tragen. Sicherheitshalber wird man an genügend Ablagemöglichkeiten für eventuelle späte Gaben denken. Ein Tisch in der Nähe der Brautleute neben dem Kirchenportal reicht meist aus. Auch für den Abtransport muss jemand bestimmt werden.

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Quelle: DER ELMAYER, Gutes Benehmen Gefragt, Zsolnay Verlag
mit freundlicher Genehmigung des Autors Thomas Schäfer-Elmayer



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