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Jeder kann etwas gegen den Klimawandel tun
(05.06.2007) zurück

Aufteilung des vom Menschen verursachten CO2-Aufkommens. Quelle "UNSERE LUFT", ÖAMTC-Akademie
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Orkane über Österreich – kein Winter 2006/2007 – ist das Zufall? Experten sagen es ist höchste Zeit etwas gegen den Klimawandel zu tun.

Diese Umweltkatastrophen sollten ein Denkanstoß sein unser Umweltverhalten zu ändern. Die Aussage: "Als Einzelner kann man eh nichts dagegen tun", ist jedenfalls nicht angebracht. Es liegt am System unseres Wirtschafts- und Wachstumsdenken, das für die Zerstörung verantwortlich ist. Das System kann der einzelne zwar nicht sofort ändern, aber er kann als Konsument und Verbraucher täglich darauf Einfluss nehmen. Der verschwenderische Lebensstil muss geändert werden, dies geht sogar ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen.
Österreich verfehlt die verpflichtenden Klima-Ziele drastisch. Es wird immer mehr Kohlendioxid produziert – in erster Linie bei Verbrennung, Energieerzeugung, Verkehr und Industrie. Durchschnittlich 11 Tonnen Kohlendioxid blasen wir in die Luft, was neben Methan hauptverantwortlich für den Treibhaus-Effekt ist. Die Sonne scheint, aber immer weniger Wärme wird in den Weltraum zurück reflektiert, die Hitze verbleibt in der Atmosphäre und heizt diese auf. Es kann eine Verschiebung der Klimazonen, ein Abschmelzen der Gletscher und des Eises in der Arktis, eine daraus resultierende Erhöhung des Meeresspiegels zwischen 18 und 59 cm und eine Erwärmung der Meere zur Folge haben.

Was kann jeder Einzelne dagegen tun? Hier einige Tipps für den Alltag:
  • Heizung absenken. Bei Absenkung der Temperatur um nur 1 Grad C kann der Energieverbrauch um 5–10% reduziert werden und die CO2-Emissionen könnten um 300 kg pro Haushalt und Jahr vermieden werden.
  • Heizungsthermostat. Durch automatisches Absenken der Temperatur bei Abwesenheit oder in der Nacht können Sie 7–15% der Heizkosten sparen.
  • Lüften. Besser kurz, aber intensiv Lüften. Wenn Sie Fenster längere Zeit nur einen Spalt geöffnet haben, wird während der kalten Monate (maximal 10 Grad C) um die Wohnung warmzuhalten, fast eine Tonne CO2 freigesetzt.
  • Wärmedämmung. Die Gebäudeisolierung ist eine der effektivsten Möglichkeiten, langfristig CO2 zu reduzieren und Energie zu sparen. Die durch Wände, Dach und Boden verlorene Wärme macht meist mehr als 50% des Gesamtwärmeverlustes aus.
  • Fensterisolierung. Alte, einfach verglaste Fenster sollten durch solche mit Doppelverglasung ersetzt werden. Damit kann man bis zu 350 kg CO2 pro Haushalt und Jahr sparen.
  • Passivhäuser/Niedrigenergiehäuser. In den letzten Jahren wurden bereits eine große Zahl an Passivhäusern erbaut. Sie repräsentieren bereits den Standard von Morgen. Die erzielten Fortschritte im Neubaubereich dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass jedes neu errichtete Gebäude zunächst zur Erhöhung der CO2-Emissionen beiträgt. Ein weiterer wesentlicher Beitrag sind Maßnahmen zur Verbesserung des vorhandenen Gebäudebestandes.
  • Alte Kühlgeräte abtauen. Neuere Geräte haben bereits eine Abtauautomatik eingebaut und sind meist doppelt so energieeffizient wie alte Kühlgeräte. Beim Kauf sollte auf eine Energieeffizienzklasse A+ geachtet werden.
  • Einstellung bei Kühlgeräten. Stellt man die Temperatur auf die kühlste Stufe ein, verbraucht das Geräte nicht nur mehr Energie, die Lebensmittel bleiben auch nicht so lange frisch, da sie durch Gefrieren verderben könnten.
  • Keine heißen oder warmen Speisen in den Kühlschrank geben. Wenn Sie sie abkühlen lassen, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen, sparen Sie Energie.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Wasser zu heiß ist. Der Thermostat für Heißwasser muss nicht höher als 60 Grad C eingestellt sein. Das gilt auch für die Zentralheizung.
  • Licht abdrehen. Durch Abschalten von 5 nicht benötigten Lampen können Sie rund 60 Euro jährlich sparen und ca. 400 kg CO2-Emissionen pro Jahr vermeiden.
  • Energiesparlampen. Die Beleuchtungskosten können bereits mit einer einzigen Lampe, über die Lebensdauer gerechnet, um bis zu 60 Euro senken und 400 kg CO2-Emissionen vermeiden. Solche Lampen haben auch eine wesentlich längere Lebensdauer als herkömmliche Glühbirnen.
  • Fernseher. Wenn Sie Ihren alten Fernseher austauschen, achten Sie beim Neugerät auf das Eco-Label und Sie können bis zu 30 kg CO2 einsparen.
  • Standby-Modus. Benutzen Sie bei ungenutzten Geräten den Ein/Aus-Schalter am Gerät selbst. Ein Fernseher, der 3 Stunden täglich eingeschaltet ist (soviel Zeit verbringt ein Europäer durchschnittlich mit Fernsehen) und sich die restlichen 21 Stunden im Standby-Modus befindet, verbraucht etwa 40% seiner Energie im Standby-Modus.
  • Unbenutzte Aufladegeräte aus der Steckdose nehmen. Ein Ladegerät für Mobiltelefone nimmt auch ohne angeschlossenes Handy Strom auf. Es gibt Schätzungen, dass 95% der Energie vergeudet werden, wenn Sie das Ladegerät ständig eingesteckt lassen.
  • Abkühlung mit Ventilatoren. Klimaanlagen sind wahre Energiefresser: Ein normales Raumklimagerät verbraucht 1000 Watt, verursacht ca. 650 g CO2-Emissionen pro Stunde und diese Energie kostet ca. 0,10 Euro.
  • "Grüner Strom". Derzeit werden nur 14% des Stroms aus klimafreundlichen erneuerbaren Energiequellen (Windkraft, Wasserkraft, Holz, Biogas oder Sonnenenergie) gewonnen.
  • Waschmaschine, Geschirrspüler. Benutzen Sie diese Geräte nur, wenn sie wirklich voll beladen sind. Es besteht auch keine Notwendigkeit, die höchste Temperaturstufe zu wählen, da die modernen Wasch- und Spülmittel so wirkungsvoll sind, und Ihre Kleider und Ihr Geschirr auch bei niedrigen Temperaturen sauber werden.
  • Wasser erhitzen. Kochen Sie nur soviel Wasser, wie Sie in der Küche brauchen. Wenn alle Europäer nur so viel Wasser erhitzen würden, wie sie tatsächlich benötigten und so 1 Liter unnötig erhitztes Wasser pro Tag vermeiden, könnte mit der eingesparten Energie ein Drittel der Straßenbeleuchtung Europas betrieben werden.
  • Duschen. Wenn Sie einen Niederdruck-Brausekopf einbauen, sparen Sie ca. 230 kg CO2 pro Person und Jahr.
  • Wasserhahn abdrehen. Wenn Sie den Wasserhahn während des Zähneputzens oder Rasierens abdrehen, können Sie etwa 3 kg CO2 pro Jahr sparen. Und tropfende Wasserhähne können bis zu 20 kg CO2 pro Jahr verursachen.
  • Der Kauf von größeren Flaschen für Säfte oder Mineralwässer (z.B. 1,5 lt statt 0,5 lt) spart ca. 9 kg CO2 pro Jahr.
  • Recycling. Z.B. durch das Recycling von 1 kg Aluminium werden ca. 9 kg CO2 eingespart.
  • Mehrwegtasche. Wenn Sie beim Einkauf eine Mehrwegtasche verwenden, sparen Sie ca. 8 kg CO2 jährlich.
  • Drucken. Überlegen Sie, ob Sie jedes Dokument auch ausgedruckt brauchen. Dadurch können Sie ca. 7 kg CO2 pro Jahr einsparen. Jeder Europäer verbraucht rund 20 kg Papier im Monat!
  • Benzinverbrauch. Wenn Sie bereits beim Autokauf auf den Kraftstoffverbrauch achten, können Sie bis zu 410 kg CO2 pro Jahr vermeiden.
  • Reifendruck. Mit korrekt eingestelltem Reifendruck vermeiden Sie ca. 140 kg CO2 pro Jahr.
  • Zug statt Auto. Wenn Sie 1000 km pro Jahr mit dem Zug zurücklegen, statt mit dem Auto, vermeiden Sie ca. 130 kg CO2 pro Jahr.
  • Benutzen Sie auf Kurzstrecken das Fahrrad statt des Autos, dadurch können Sie rund 240 kg CO2 pro Jahr vermeiden.
  • Pflanzen Sie einen Baum. Ein Baum durchschnittlicher Größe absorbiert etwa 6 kg CO2 pro Jahr, nimmt also im Laufe von 40 Jahren ca. 250 kg CO2 auf.
  • Einen immer größeren Anteil an der CO2-Emission macht der Flugverkehr aus. Von 1976 bis 1995 hat sich die Zahl der Flugpassagiere verdreifacht. Die Zahl der Urlauber, die mit dem Flugzeug reisen, war 1995 fünf mal so hoch wie Mitte der siebziger Jahre. Auf lange Sicht könnte die Klimabeeinträchtigung durch den Flugverkehr größer werden als durch den Autoverkehr.

Was kann man tun
Ersparnis an CO2 (ca.) pro Jahr
Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad
300 kg CO2 pro Haushalt
Thermostat in der Nacht oder bei Abwesenheit absenken
440 kg CO2 pro Haushalt
Alte Fenster durch neue mit Doppelverglasung ersetzen
350 kg CO2 pro Haushalt
Isolierung der Wohnung erneuern
630 kg CO2 pro Haushalt
Kühlschrank an einen kühleren Ort stellen
150 kg CO2
Kühl-/Gefrierkombinationen erneuern (Energieeffizienzklasse A+)
210 kg CO2
Speisen abkühlen bevor man sie in den Kühlschrank stellt
6 kg CO2
Abschalten von 5 nicht benötigte 60 Watt Lampen
270 kg CO2
Waschmaschine nur voll einschalten
45 kg CO2
Kleidung in der Sonne trocknen anstatt im Wäschetrockner
280 kg CO2
Beim Autoneukauf auf den Verbrauch achten
410 kg CO2
Für Kurzstrecken das Fahrrad anstelle des Autos verwenden
240 kg CO2

W e i t e r e T i p p s

In Betrieben:
Durch gezielte Maßnahmen können in Betrieben Einsparungspotenziale von 10-30% genutzt werden.
  • Energiebewusstes Verhalten schärfen. Licht und Geräte ausschalten und Räume angemessen temperieren.
  • Regelmäßige Wartung und Reinigung. Ungenügende Wartung von Maschinen führt zu erhöhtem Energieverbrauch und größerem Verschleiß.
  • Energieverbrauch beim Einkauf berücksichtigen. Der gezielte Kauf energiesparender Geräte senkt den Energieverbrauch und damit die Betriebskosten merkbar.
  • Energiebuchhaltung einführen. Durch regelmäßige Aufzeichnungen des Energieverbrauches lassen sich Entwicklungen und Einflüsse analysieren.
Benzinspartipps:
Durch einen benzinsparenden Fahrstil kann der Treibstoffverbrauch um ca. 10% gesenkt werden und das ohne Zeitverlust.
  • Nach dem Starten sofort losfahren
  • Kavalierstart vermeiden
  • Möglichst hohen Gang wählen
  • Richtig schalten
  • Schubabschaltung nutzen
  • Vorausschauend und flüssig fahren
  • Hohe Geschwindigkeiten vermeiden
  • Stromverbraucher überlegt verwenden
  • Steht das Auto - Motor aus
  • Schon beim Autokauf an das Benzinsparen denken
  • Regelmäßig zum Service
  • Reifendruck kontrollieren
  • Gepäckträger nach Gebrauch entfernen und Auto entrümpeln
  • Benzinsparer benutzen das Auto bewusst

Durchschnittlicher Stromverbrauch in Privathaushalten:
Kühlen und Gefrieren
Kleingeräte
Warmwasserbereitung
Elektroherd
Beleuchtung
Waschen und Kochen
Fernseher, Video, Tongeräte, Rechner
Elektrische Direktheizgeräte
Geschirrspülmaschine
Sonstiges
21,5% lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
19,8% lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
14,1% llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
­ 9,1% lllllllllllllllllllllllllllll
­ 8,8% llllllllllllllllllllllllll
­ 7,2% lllllllllllllllllllllll
­ 6,5% llllllllllllllllll
­ 4,2% llllllllllllll
­ 2,7% llllllll
­ 6,0% lllllllllllllllll


Wieviel Strom verbrauchen diverse Elektrogeräte im "Stand-by-Betrieb":

Notebook (ausgeschaltet, mit eingestecktem Netzgerät): ca. 5 Euro/Jahr
Notebook (im Ruhezustand): bis zu 30 Euro/Jahr

Wenn man auf sämtliche Stand-by-Schaltungen in einem durchschnittlichen Haushalt verzichten würde, könnten rund 100 Euro pro Jahr eingespart werden.

Einige Beispiele des Stand-by-Verbrauches pro Jahr:

TV-Gerät 20 Watt
LCD-TV 1 bis 3 Watt
Radiowecker 5 Watt
HiFi-Anlage 15 Watt
Rasierer 5 Watt
Elektr. Zahnbürste 5 Watt
DVD-Player 15 Watt
Scanner 15 Watt
Drucker 12 Watt


Aktuelle Themen von ACCC (Austrian Council on Climate Change) - Österreichischer Klimabeirat:

…Klimapolitik

EU-Klimapolitik: Energiewirtschaft und Industrie müssen 2,07 Mio. Tonnen CO2 nachliefern
Die EU-Kommission hat nach einem intensiven Stellungnahmeverfahren (39 Fragen an Österreich) jetzt ein Ergebnis zum Nationalen Allokationsplan II (NAP II) für die Jahre 2008-2012 vorliegen, das die Industrie und Energiewirtschaft um 6,3% mehr fordert als ursprünglich vorgesehen. Statt der Gesamtmenge an Zertifikaten von 32,8 Mio. Tonnen CO2 muss die Industrie und Energieerzeugung mit insgesamt 30,73 Mio. Tonnen auskommen.
02.04.07, © Lebensministerium

…Internationale Klimaforschung

Sprit aus Biomasse: Neue Kraftstoff-Synthese
US-Forscher haben einen neuen Weg gefunden, um aus Zucker Sprit herzustellen. Der Flüssigtreibstoff namens 2,5-Dimethylfuran (DMF) könne direkt aus Biomasse gewonnen werden und in Zukunft Erdölprodukte ablösen, berichtet eine Forschergruppe der University of Wisconsin in Madison (USA).
20.06.07,
© ORF Science

…Klimaforschung

Forscher prognostizieren Verschwinden der Alpen-Gletscher bis 2050
Bis 2050 werden die Gletscher in den Alpen verschwunden sein, berichtete Univ.-Prof. Roland Psenner vom Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck.
03.06.07,
© ORF Science

Sommerhitze wie 2003 wird zur Regel
Die Hitzerekorde 2003 waren keine Ausnahme, solche Sommer werden zur Regel, erklärt Klaus Radunsky vom Umweltbundesamt im STANDARD-Interview.
27.06.07,
© Der Standard

Österreich bis 2050 um 2,5 Grad wärmer
Forscher haben das bisher genaueste Prognosemodell für den Klimawandel in Österreich vorgestellt: Um bis zu zweieinhalb Grad steigen demzufolge die Temperaturen bis Mitte des Jahrhunderts, wobei es große regionale Unterschiede geben wird. Und besonders der Herbst wird viel wärmer als bisher.
22.06.07,
© ORF Science


Links zum Thema:

klima:aktiv
www.klimarettung.at
co2online.at
www.umweltberatung.at
www.umweltdachverband.at
Umweltbundesamt
ACCC - Das Österreichische Klimaportal
Greenpeace
Global 2000
climatechange.com (Wie kannst Du den Klimawandel kontrollieren?)
klimaschuetzen.de
klimaschutz-info.de
klimaschutz-blog.de

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