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Steuern und Abgaben, Pendlerpauschale - was 2006 auf uns zukommt
(10.12.2005) zurück
Abgabenänderungsgesetz 2005

Wie alle Jahre wieder wird das Jahr 2006 einige Neuerungen bringen. Die endgültige Gesetzwerdung bleibt abzuwarten.

Umgründungen

Eine im Zuge von Einbringungen von Einzelunternehmen oder Personengesellschaften in GmbH´s eifrig genutzte Möglichkeit wenigstens zu einer Steuerstundung zu kommen waren bisher sogenannte „unbare Entnahmen“.
Der Einzelunternehmer konnte maximal bis zur Höhe von 75 % des Unternehmenswertes Verbindlichkeiten in die Einbringungsbilanz einstellen und in der Folge zunächst steuerfrei aus der gerade gegründeten GmbH entnehmen. Erst bei endgültigem Verkauf (nicht Schenkung) des Anteils oder Liquidation der Gesellschaft wurde Einkommensteuer von der Differenz zwischen dem Kaufpreis und diesen „negativen Anschaffungskosten“ in Höhe dieser Entnahmen fällig.
In Zukunft sind folgende Änderungen geplant:

Dr. Peter Dösinger,
Steuerberater in Graz
www.doesinger.at
  1. Reduktion der maximalen unbaren Entnahme auf 50 % vom Unternehmenswert
  2. Auszahlungen werden sofort, spätestens aber nach 3 Jahren mit 25 % KESt versteuert und
  3. bei Verzinsung der Verbindlichkeit oder Finanzierung derselben per Bankkredit sollen die Zinsen nicht mehr abzugsfähig sein.
Das Instrument der unbaren Entnahme wurde in der Vergangenheit oft als Möglichkeit verwendet, das Kapital für den Einstieg von Partnern oder für die Weitergabe von Unternehmen zu gestalten, was künftig nicht mehr so einfach sein wird.
Sanierungsgewinne
Die geltende Ertragssteuerermäßigung für Sanierungsgewinne soll ab 2006 auch für Privatkonkurse gelten. Zudem soll bei betrieblichen Insolvenzen das Erfordernis der Betriebsfortführung als Voraussetzung für die Steuerermäßigung wegfallen. Die sonst gültige Verlustvortragsgrenze von 75 % soll für Sanierungsfälle nicht mehr gelten.
Dementsprechend kann es sinnvoll sein, in Sanierungsfällen, in denen keine Betriebsfortführung erfolgt – sofern möglich – die Zahlung von Ausgleichsraten auf Zeiträume nach 31.12.2005 zu verlagern.
Körperschaftsteuerpflicht „Ltd“
In Österreich unbeschränkt steuerpflichtige ausländische Kapitalgesellschaften – etwa englische „Limiteds“ sollten künftig auch Mindestkörperschaftsteuer (derzeit EUR 1.750,00) zahlen.


Begünstigte Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen

Seit 2004 existiert die Möglichkeit, für gewerbetreibende Einzelunternehmer oder Personengesellschaften (nicht Freiberufler) bis zu einem Höchstbetrag von EUR 100.000,00 pro Jahr nicht entnommene Gewinne nur mit dem halben Steuersatz zu versteuern. Voraussetzung dafür ist die Führung einer doppelten Buchhaltung.
Pferdefuß dabei ist, dass dieser begünstigt besteuerte Gewinn sieben Jahre im Unternehmen belassen werden muss. Werden solcherart „angesparte“ Beträge innerhalb dieser Frist entnommen, ist nachzuversteuern, was natürlich zu einem (liquiditätsmäßig) ungünstigen Zeitpunkt kommen kann. Jedenfalls bleibt aber die Steuerstundung.
Für jene, die bereits im Jahr 2004 diese Begünstigung in Anspruch genommen haben gilt, dass sie 2005 nur Entnahmen in Höhe des Gewinnes 2005 tätigen dürfen, dies unabhängig von der neuerlichen Inanspruchnahme für das Jahr 2005. Allfällige Mehrentnahmen können bis zum Bilanzstichtag durch betriebsnotwendige Einlagen (etwa zur Bezahlung von Betriebsschulden) kompensiert werden.
Erhöhung des Pendlerpauschales und des Kilometergeldes

Mit Wirkung 29.10.2005 ist das erhöhte Kilometergeld in Kraft getreten:
Personen- und Kombinationskraftwagen EUR 0,376
Motorräder bis 250 ccm EUR 0,119
Motorräder EUR 0,212
für mitbeförderte Personen EUR 0,045
Zur Vereinfachung in der Lohnverrechnung darf bei Dienstnehmern
für PKW eine Rundung auf 0,38 Euro erfolgen.
Das Pendlerpauschale erhöht sich ab 1.1.2006 auf folgende Werte:

Wegstrecke
Kleines Pendlerpauschale
ab 1.1.2006 - p.a.
Großes Pendlerpauschale
ab 1.1. 2006 - p.a.
ab 2 km
0,-
270,-
ab 20 km
495,-
1.071,-
ab 40 km
981,-
1.863,-
ab 60 km
1.467,-
2.664,-




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