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Vogelgrippe: Situation in der Steiermark
(21.02.2006) zurück

"Wir in der Steiermark haben ja eine ganz gute Ausgangslage", so die "gute Nachricht" von Dr. Gränz. "Der steirische Seuchenplan hat sich bewährt und wir verfügen über eingespielte Netzwerke". Derzeit beschäftigt man sich in der Landessanitätsdirektion v.a. mit den Vorbereitungen zur Bevorratung von Tamiflu und mit den Plänen, es aufzubereiten und an Schlüsselpersonal zu verteilen.

Die Vorarbeiten sind schon sehr weit und mit konkreten Konturen gediehen. Gesundheitslandesrat Erlitz hat allein dafür einen Betrag von bis zu 6,1 Mill. Euro beantragt; dazu kommen noch Kosten für die Aufbereitung, Verteilung und für die Ausrüstung mit Atemschutzmasken. Das Schlüsselpersonal umfasst rund 120.000 Personen, die im Gesundheitssystem und auch in den die Grundversorgung sicherstellenden öffentlichen und privaten Betrieben der Bereiche Energie, Transport, Abfall, Lebensmittel, Einsatzorgane, Altenhilfe usw. beschäftigt sind. "Für die Exekutive, die im Panikfall ja auch Sicherungsaufgaben – z. B auch vor Apotheken wahrnehmen muss – und für die hoffentlich auch noch einzurichtenden Impfstellen und das Bundesheer kommt der Bund auf. Bei den Wirtschaftsbetrieben wird die Kammer mit beitragen," umreißt Gränz die Finanzierungsmodelle. Die vorbestellte Menge reiche für 8 Wochen. "Ein großes sozialpsychologisches Problem werden auch die Angehörigen der Schlüsselarbeitskräfte sein. Es dürfen und werden auch nicht die allermeisten Ressourcen mit dem Schutz der Schüsselpersonals gebunden sein. V.a. die niedergelassenen Ärzte und die Spitäler haben ja die Kranken zu versorgen." Letztere sollen, sowohl aus Isolierungs- als auch aus Kapazitätsgründen möglichst zu Hause bleiben können. Spitalseinweisungs- und Triagekriterien werden ebenso wie die krankenhaushygienischen Maßnahmen noch bekannt gegeben werden.

"Was auch positiv sein dürfte, wenn es zum Ernstfall kommt, ist: Wir haben in der Steiermark eine kleinere Pharmafirma, die für die Abfüllung von 50 ml Fläschchen eingerichtet ist und relativ kurzfristig große Mengen übernehmen kann, was wiederum Apotheken und Anstaltsapotheken entlastet", zeigt sich Gränz zuversichtlich. Tamiflu wird aus Kostengründen für die Bevorratung für das Schlüsselpersonal zu 80% in Fässern zu je 7 kg angeschafft, nur zu 20 % kommen als Blisterpackungen in Gebrauch. Auch diese werden extra gekennzeichnet sein und nicht für die Therapie umwidmungsbar sein. Die Trockensubstanz Tamiflu (Oseltamivir ) muss aufgelöst und in 50 ml Fläschchen abgefüllt werden. Für den Patientenbereich hat sich der Hauptverband eindeutig zuständig erklärt und muss sich seinerseits Rechte sichern – "first come – first serve".

Tamiflu ist für alle Patientengruppen geeignet, das Inhalationspräparat Relenza (Zanamvir ) nur für Erwachsene ohne die KI Asthma, sollte aber mit in Betracht gezogen werden. Mit einem wirksamen Pandemieimpfstoff, der wahrscheinlich zweimal verabreicht wird werden müssen, rechnet man frühestens 8 Wochen nach exakter Identifizierung des neuen Erregers.


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