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Web 2.0 - Was ist das? Was ist daran so neu?
(08.03.2007) zurück
Was ist Web 2.0 ?

Unter dem Begriff "Web 2.0" ist kein neues World Wide Web gemeint, sondern die Zusammenfassung der aktuellen Entwicklungen im Internet. Der Begriff wurde auf der Web 2.0 Conference des kalifornischen Verlages "O'Reilly" im Oktober 2004 geprägt. Man kann es als eine Ansammlung von Prinzipien und Praktiken definieren. Dahinter steht einiges bereits Bekanntes im neuen Gewand, aber auch viele neue Ideen und interessante neue Anwendungsmöglichkeiten: z.B. Interaktion, OpenSource (Offene Programmentwicklung), Desktop Replacement, Personal Publishing (Veröffentlichung eigener Inhalte), Social Networks ("Freundenetzwerk" als virtuelles Interaktionsgeflecht), Collaboration (gemeinsames Arbeiten an einem Ziel) etc.


Die Grundgedanken des Web bekommen im Web 2.0 wieder mehr Bedeutung: Offenheit, Standardisierung, Freiheit.

Die Offenheit von Web 2.0 resultiert aus dem Erfolg von OpenSource. Mit OpenSource-Tools lassen sich schnell und einfach Services entwickeln. Offene Schnittstellen ermöglichen den leichten Austausch von Daten und Interaktion zwischen unterschiedlichen Systemen.
Mit wenig Wissen ist dadurch ein schneller Erfolg zu erzielen. Dies ist ein Vorteil typischer Web-2.0-Dienste wie das Videoportal YouTube oder das offene Web-Lexikon Wikipedia. Mittels des plattform-unabhängigen auf XML basierenden Formates RSS (Really Simple Syndication) ist es z.B. möglich Inhalte einer Website zu abonnieren oder in andere Webseiten zu übertragen.

Standardisierung ist und bleibt der wichtigste Faktor für den Erfolg des Internet. Alle technischen Grundlagen des Netzwerks waren von Anfang an frei für jeden verfügbar. Web 2.0-Applikationen machen Gebrauch von diesen Standards. Dadurch wird eine Desktop-ähnliche Bedienung von Anwendungen im Internetbrowser möglich.

Freiheit. Der User kann mit seinen Daten verfahren wie er will und hat weitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Inhalte ("Personal Publishing"). Dies können Bilder, Blog-Posts oder Programme sein. Web 2.0-Systeme basieren auf der Mitarbeit der User, die Inhalte erzeugen und die Systeme benutzen um sie verfügbar zu machen. Dadurch wird auch die benutzerorientierte Gestaltung von interaktiven Systemen immer wichtiger. Man soll die Anwendung nutzen können, ohne die Software lokal installiert zu haben. Damit rückt auch die "User Experience" (UX), die Gesamterfahrung mit einem System, also die Art und Weise, wie Menschen die Arbeit und den Umgang mit Programmen und Anwendungen im Hinblick auf Stabilität und Zuverlässigkeit erleben, immer mehr in den Mittelpunkt.

Interface-Prinzipien. Es sollten aber auch weiterhin alte Internet-Prinzipien gelten. Zu diesen Regeln gehört z.B. Effizienz. Web-Applikationen sollen Benutzer unterstützen, die Aufgaben effizient durchzuführen. Neue User-Interface-Prinzipien ergänzen diese: es sollten sofort Rückmeldungen und Ergebnisse geliefert werden. Aber auch Animation und Bewegung soll genutzt werden. Man ist auch schon dabei spezielle Web-2.0-User-Experiende-Guidelines und Gestaltungsvorlagen zu entwickeln.

Einige weitere technische Merkmale von Web 2.0:

- Multiplattform (PC, Mobile etc.)
- Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Web
- rein Browser-basiert
- am User orientiertes Design
- starke Interaktivität
- flache Navigation
- kontinuierliche Weiterentwicklung

Web 2.0 wird die Internetnutzung der nächsten Jahre stark beeinflussen. Ein an den Bedürfnissen der User ausgerichtetes Web wird den Desktop mehr und mehr ersetzen und die Grenzen zwischen den Medien verschwimmen lassen. Die Verfügbarkeit von Daten, Software und Services ermöglicht es jedem, seinen eigenen Service zu starten - neue Businessmodelle werden entstehen. Durch ihre Spuren im Web, durch ihre Web-Historie, bekommen Anwender ein Gesicht. Direct Marketing und Marktforschung können in Zukunft mit Profilen und Ergebnissen arbeiten, die es in dieser Dichte noch nicht gab. Kundenbindungsstrategien, die den Dialog mit den Konsumenten langfristig aufrechterhalten können, sind im Vormarsch. Acht von zehn Top-Managern erwarten sich dadurch einen zusätzlichen Umsatz. Ein gekonnter Medien-Mix ist dabei Grundvoraussetzung. Das Internet steht an erster Stelle (siehe nachfolgende Tabelle).

Nutzeranteile der Unternehmen
Internet

lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll 87%
Adressierte Werbesendungen


lllllllllllllllllllllllllll 32%
Aktives Telefonmarketing


llllllllllllllllllll 23%
E-Mail-Marketing


lllllllllllllllll 21%
Passives Telefonmarketing


llllllllllllllll 20%
Bannerwerbung


lllllllll 12%
Unadressierte Werbesendungen


lllllllll 12%
Anzeigenwerbung/Beilagenwerbung m.R.


llllllll 11%
Teiladressierte Werbesendungen


llll 5%
Plakatwerbung/Außenwerbung m.R.


ll 2%
TV-/Filmwerbung m.R.


l 1%
Quelle: Studie Direktmarketing Deutschland 2006, Deutsche Post.

Die sieben Prinzipien des Web 2.0 von Tim O'Reilly:

1. Plattform Web
Das Internet ist mittlerweile allgegenwärtig. Jeder nutzt es und jeder kennt es. Nicht nur über den Browser sondern über viele Dienste die das Web anbietet.

2. Kollektive Intelligenz
Verlinkungen von Daten im Web untereinander. Bestes Beispiel die Plattform "Wikipedia", auf der ein beliebiger User Wissen niederschreiben darf und ein anderer diesen Artikel ändern darf.

3. Daten
Die in den verschiedenen Web-Anwendungen gesammelten Daten sind die Basis für andere Anwendungen.

4. Software-Lebenszyklus
Software wird nicht mehr as Produkt ausgeliefert sondern als Service. Ein Produkt aktuell zu halten ist wesentlich schwieriger als einen Service. Bei einem Service muss man nicht einmal bemerken, dass ein Update eingespielt wurde.

5. Lightweight Programming Models (LPM)
Mittels diesem Verfahren werden die Daten sehr einfach über HTTP oder Web-Service-Schnittstellen einer breiten Menge bereitgestellt.

6. Software Level
Als Endgerät ist nicht nur der PC geeignet, auch Mobile oder sonstige Geräte bieten sich dazu an.

7. Benutzerführung
In Web-Anwendungen werden "Rich User Interfaces" und eine Interaktion mit dem Server implementiert. Populär wurde dieses Vorgehen durch Google Mail und Google Maps.

Erfolgreiche Beispiele:

lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
82.000
Toyota Yaris "Freunde" auf "Myspace"
lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
135.000
Burger King "Freunde" auf "Myspace"
llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll
3.000.000
"X-Men 3"

Auf der Community-Plattform "Myspace" haben sich für die Automarkt Toyota Yaris 82.000 "Freunde" bekannt. Für Burger King sogar 135.000 und der Film "X-Men 3" hat es auf fast 3 Millionen gebracht. Dies ist eine Möglichkeit für Firmen indirekt Werbung zu machen.
Auch bei Videoportalen wie z.B. "Myvideo" oder "Youtube" sind solche indirekte Werbemaßnahmen stark im ansteigen und von vielen Marken bereits eingesetzt.
Auch in der virtuellen 3D-Welt "Second Life" sehen bereits viele Firmen eine weitere Möglichkeit Werbung zu machen. Dort funktioniert auch der Verkauf bereits. Adidas z.B. verkauft in einem Shop einen Sportschuh für 50 Linden-Dollar - der Second-Life-Währung. Bisheriger Umsatz 1,15 Millionen Linden-Dollar, etwa 3.200 Euro. Es besteht also ein großes Potenzial für E-Commerce über Second Life.

Web 2.0: Boom oder Bauchlandung?
Im Internet herrscht wieder Aufbruchstimmung. Google, Amazon und Ebay sind Großkonzerne geworden. Sie sind die zweite Generation von Internetunternehmen, die unter dem Begriff Web 2.0 zusammengefasst werden. Die Frage ist, ob es wieder zu einem Platzen dieser Web 2.0-Blase wie 2001 kommen wird. Aber Web 2.0 ist anders. Web 2.0 verändert die Art wie das Internet benutzt wird, wie Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren und wie sie ihre internen Arbeitsabläufe organisieren.

Beispiele für Web 2.0 Internet-Seiten:

www.myspace.com
www.youtube.com
www.flickr.com
www.xing.de
www.linkedin.com
www.studivz.de
www.wikipedia.org
english.ohmynews.com
www.wikinews.org
www.bildblog.de
www.krone-blog.at
www.oesterreichbblog.twoday.net




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